Das Bosch Combi

Hier entsteht ein Überblick über die verschiedenen Ausführungen des Bosch Combi Gerätes.

Von den Anfängen bis zum Ende der Produktion.

In den Überganszeiten der einzelnen Entwicklungsstufen wurde die alte Ausführung auch in der neuen Farbgebung ausgeliefert.

Es gab also auch Maschinen der dritten Generation in der Farbgebung der vierten Generation.

Alle Teile der unterschiedlichen Epochen lassen sich teilweise untereinander austauschen.

Bosch Combi in der ersten Ausführung:

Anfang der 50ziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde dieses Gerät entwickelt.

Es war die Zeit des Wirtschaftswunders. Plötzlich war es angesagt zu Hause selbst Hand anzulegen.

Die Entsprechenden Maschinen für den Profianwender waren für die Mehrheit der Bevölkerung unerschwinglich und auch nicht nötig.

Die Fa. Bosch hatte das schon früh erkannt und entsprechend Geräte, welche mit einer Bohrmaschine angetrieben werden konnten, entwickelt.

Das Teure an den Werkzeugmaschinen war damals der Antriebsmotor, desshalb wurde nur ein Antrieb benötigt um viele unterschiedliche Gerätschaften zu betreiben.

 

Bosch Combi die Erste Ausführung.

Die zweite Entwicklungsstufe:

Mitte der 50ziger Jahre bekam das Gerät einen Spindelstock, auf dem alle Zusatzgeräte aufzubauen waren.

Das war ein soliedes Gerät. Die Motorspindel der Antriebe wurde nicht übermäßig belastet, da sie nicht direkt mit dem Werkzeug verbunden war.

Die Zuatzgeräte waren alle auf den Spindelstock abgestimmt.

Die Welle im Spindelstock war stabiel und in ausreichend dimensionierten Lagern gehalten.

Die Farbgestaltung damals - Hammerschlag-Grün.

Spindelstock der zweiten Entwicklungsstufe. Der Rest ist aus der dritten Stufe dazu kombiniert.

Die dritte Entwicklungsstufe:

Anfang der 60ziger Jahre wurde der Maschinenträger und der seperate Tischhalter entwickelt. Die Bohrmaschinen waren leistungsfähiger und die Spindellagerung an der Bohrmaschine erlaubte den Einsatz von 150mm Sägeblättern.

Die Zusatzgeräte für den Spindelstock konnten hier nicht mehr verwendet werden.

Der Spindelstock war nur noch Bestandteil der letzten Ausbaustufe zur Drehmaschine, oder als Zubehörteil zu beziehen.

 

Die vierte Entwichlungsstufe:

Sie war auch die letze Stufe bevor die Produktion eingestellt wurde.

Der Unterschied zwischen dritter- und vierter Entwichlungsstufe war eine Änderung der Zusatzgeräte, insbesondere der Hobeleinrichtung. Dadurch war der Durchbruch im Sägetisch nicht mehr notwendig.

Die Krönung des Systemes ist die Drehmaschine, welche schon ab der zweiten Entwicklungsstufe zu realisieren war.

 

Leider hat dieses System den Wandel der Zeit nicht überlebt.

Als die Bau- und Heimwerkermärkte wie Pilze aus dem Boden schossen und  Werkzeugmaschinen mit angebautem Motor bezahlbar wurden, da hat sich niemand mehr für diese Geräte interessiert.

Diese Kombinationen gab es nicht nur von Bosch.

Alle großen Hersteller in Deutschland hatte so etwas, allerdings nicht so umfangreich im Angebot. Ob das nun AEG, Metabo oder Black & Decker waren.

Das Bosch Combi allerdings war in dieser Hinsicht einzigartig.

Sicherlich konnte sich das nicht jeder Heimerker zur damaligen Zeit leisten.

Die Anschaffungskosten für eine komplette Drehmaschinen-Ausstattung, mit allem drum und dran, lagen bei ca. 1500,- bis 2000,- DM ohne Antrieb.

Deshalb ist die Drehmaschine auch sehr selten auf dem Gebrauchtmakt zu finden.

Die Maschine zur Holzbearbeitung war wesentlich weiter verbreitet und wird auf den einschlägigen Auktionsplattformen noch gelegentlich angeboten.

Eine Grundgerät S1 mit Koffer ist heute für weit unter 100,- €  zu bekommen.